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„Ich schließe, so das ich nicht fliehen kann“

 von Mary Pereira

 

Wir erleben eine Zeit der Isolierung, der Gefangenschaft – diejenigen, die von Covid19 betroffen sind oder diejenigen, denen eine Isolierung von der Regierung und den Gesundheitsbehörden auferlegt wurde. Wir befinden uns in einer Zeit der QUARANTÄNE.

Im Psalm 88, Vers 9, lesen wir:

„Die Freunde hast du mir entfemdet, … ich bin gefangen und kann nicht heraus.“

Die Zeit, wenn wir eingeschlossen oder gefangen sind, ist eine Zeit der Quarantäne.

Wer hat das zugelassen? Die Bibel gibt darauf eine Antwort. Als die Schlechtigkeit des Menschen auf der Welt zunahm (Gen 5, 5 – 7), beschloß Gott, eine Flut über die Erde zu bringen und befahl Noah, eine Arche zu bauen, um Seine(n) Gerechten zu retten (Gen 6, 5 – 7). Als Noah die Arche fertiggestellt hatte, ging er hinein, so wie Gott ihm befohlen hatte, UND DER HERR SCHLOSS HINTER IHM ZU (Gen 7, 16). So hat auch Gott jetzt zugelassen, dass wir für eine bestimmte Zeit lang eingeschlossen sind. Was können wir in einer solchen Situation tun? Im Psalm 57, Vers 1 heißt es:

„Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig, denn ich flüchte mich zu dir. Im Schatten deiner Flügel finde ich Zuflucht, bis das Unheil vorübergeht.“

Ja, auch wenn Stürme der Zerstörung vorüberziehen, lasst uns im Schatten seiner Flügel Zuflucht suchen, auch, wenn dies uns aufgezwungen wird oder anders gesagt, lasst uns nicht unseren Glauben und unsere Hoffnung verlieren.

Viele Fragen mögen in unseren Köpfen herumschwirren.: Angst vor unserer Zukunft, wirtschaftliche Unsicherheit, „was sollen wir essen, trinken, anziehen (Mt 6, 31), die Angst vor dem Verlust unserer Arbeit oder die Frage, wie wir unsere Darlehen zurückzahlen können, etc. etc., mögen uns niederdrücken. Welche Botschaft gibt uns Gott jetzt? Im 6. Kapitel des Johannes-evangeliums sehen wir, wie Jesus die Jünger bittet, die Menschenmenge, die sich in der Wüste versammelt hatte, um ihn zu hören, mit Essen zu versorgen. „Als Jesus aufblickte und sah, das so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er selbst wußte, was er tun wollte.“ (Joh 5, 6)

Hier verstehen wir, dass es in Gottes Plan eine Antwort, eine Lösung gibt, noch ehe die Krise kommt. Gott führt uns durch eine Krise und hat bereits einen Ausweg im Blick. Wenn Gott zulässt, das wir durch eine Prüfung gehen müssen, wird er uns auch eine Lösung dafür geben. Eine definitive Antwort auf den Covid-19-Virus finden wir in der Weisheit Gottes, die unserem menschlichen Verstand und unserer Weisheit momentan nicht verständlich ist.

Gott hat viele mysteriöse Pläne mit diesem Covid 19. Laßt uns blind auf Seinen perfekten Plan vertrauen und uns immer mehr auf ihn verlassen. Gott hat eine Antwort für all die Fragen, Ängste, Sorgen, die uns momentan belasten. Unser Gott kann keinen Fehler machen. Auch, wenn die Stürme der Zerstörung über uns hinwegfegen, lasst uns im Schatten Seiner Flügel Zuflucht nehmen. Lehnen wir uns an seine Brust an, so wie es der hl. Johannes beim Letzten Abendmahl tat.

Und es gibt noch etwas Schönes, was in unserem Leben in dieser Zeit der Quarantäne passieren kann: In dem Getriebe unseres Lebens sind wir Tag und Nacht oft mit vielen Dingen unseres Lebens beschäftigt. Aber wir haben es versäumt, uns auf einige wichtige Bereiche unseres Lebens zu fokussieren. Nur selten halten wir inne und wissen, wer wir sind, wohin wir uns bewegen und was der Sinn und der Zweck unseres Lebens ist, etc. Die Zeit der Quarantäne ist die Zeit, uns mit uns selbst zu konfrontieren, in unsere Herzen zu schauen, uns selbst zu beurteilen und zu korrigieren. Es ist nicht die Zeit durch die geöffneten Fenster nach draußen in die Welt zu blicken sondern uns innerhalb der geschlossenen Türen und Fenster unserem Herzen zuzuwenden – eine Zeit, auf Gott zu hören, zu verstehen, was er von mir will, meine Wege zu überprüfen und zu hinterfragen, weshalb wir überhaupt mit anderen streiten, warum wir andere niedermachen, warum wir stolz und arrogant sind ...Es gibt viele Fragen, die wir uns selbst stellen können und sei ehrlich zu Gott in Seiner Gegenwart. Der auferstandene Erlöser erschien den Aposteln durch die verschlossenen Türen und sagte zu ihnen: „Friede sei mit euch“ (Joh 20,19). Der Herr, der derselbe gestern, heute und in Ewigkeit ist, wird unsere Herzen mit Seinem Frieden erfüllen.

Wir alle kennen die Zeit des „Wintserschlafs“, den einige Lebewesen, zum Beispiel  Schmetterlinge, halten. Dies ist eine Zeit ohne Aktivität an einem Ruheort, aber sie gehen daraus mit mehr Leben und Energie hervor. So befinden auch wir uns in einer Zeit von Winterschlaf. Lasst uns diese Zeit positiv nutzen, mehr Kraft vom Herrn empfangen UND AUCH BETEN FÜR ALLE DIE, DIE VON DIESER KRANKHEIT BETROFFEN SIND, DIE IN KRANKENHÄUSERN LIEGEN, FÜR DIEJENIGEN,  DIE NICHT BEHANDELT WERDEN KÖNNEN, FÜR DIE, DIE KEIN OBDACH ODER ESSEN HABEN … MÖGEN WIR SIE ALLE IM HERZEN MITTRAGEN UND FÜR SIE GOTTES ERBARMEN ERFLEHEN.

Angelehnt an eine Botschaft von P. Daniel Poovannathil, Direktor des Karmel-Exerzitienzentrums in Trivandrum




Was Gott uns in der aktuellen Situation mit Covid-19 sagt

von Mary Peireira

Unser Gott ist ein Gott der Liebe und er straft uns nicht, wie einige Menschen die Missgeschicke in unserem Leben gelegentlich deuten. In IHM ist nichts Böses und er will niemandem Böses antun. Aber er erlaubt dem Widersacherunser Leben zu beinflussen, um uns zu reinigen.

Nichts passiert ohne das Wissen und die Erlaubnis Gottes. Wir müssen demütig unsere Fehler erkennen und anerkennen anstatt Gott zu hinterfragen und ihn für dieses Mißgeschick verantwortlich zu machen.  König David sagte: „Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was dir mißfällt. So behältst du Recht mit deinem Urteil, rein stehst du da als Richter.“ (Ps 51,6)

Gott befreite die Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft, so dass sie den Herrn (in der Wüste) verehren konnten (Ex 7,16). Lasst uns unsere Wege prüfen und erforschen, ob wir unserem Schöpfergott diese Ehre erweisen. Haben wir Zeit und Raum für Gott in unserem Alltag? Ehren wir ihn mit unserem Leben? Heutzutage haben die Menschen keine Zeit für Gott. Tag und Nacht sind sie so beschäftigt mit so vielen Dingen, um immer mehr Reichtum anzuhäufen oder weltliche Vergnügungen zu genießen.

Nun, durch diese Verbreitung des Coronavirus, müssen wir zu Hause bleiben. Wir müssen uns niederknien und Gott um ein Wunder bitten. Covid-19 ist in gewisserweise ein Segen in der Krise. Mehr Menschen beten, mehr Menschen haben Zeit, das Wort Gottes zu lesen und seine Verheißungen zu verkünden; wir sind dazu geschaffen, um unsere totale Abhängigkeit von Gott zu erkennen. Es ist Zeit, all unseren Stolz, unsere Arroganz und selbstgenügsames Denken, dass wir viele Dinge in unserem Leben durch die Kraft und Stärke unserer eigenen Hand tun können, aufgeben (Dtn 8,17).

Gott sagte zum Propheten Sacharia (Kap. 1, Vers 9)

„Ich selbst – Spruch des Herrn – werde für die Stadt ringsum eine Mauer von Feuer sein und in ihrem Innern ihr Ruhm und ihre Ehre.“

Lasst uns den Herrn anflehen, uns mit dem Feuer des Heiligen Geistes und der Macht des Kostbaren Blutes zu bedecken, indem wir unsere Fehler anerkennen, Gottes Barmherzigkeit suchen und versprechen, unser Leben in IHM zu erneuern (vgl. Offb. 12,11).

„Einen Augenblick nur verbarg ich vor dir mein Gesicht in aufwallendem Zorn; aber mit ewiger Huld habe ich Erbarmen mit dir, sprichr dein Erlöser, der Herr.“ (Jes. 54, 8)

P.S.: Erinnern wir uns auch an die MACHT DES ROSENKRANZGEBETS.

Der heilige Pater Pio sagte:

„Haltet die Waffe des Rosenkranzes immer in eurer Hand. Er wird eure Feinde besiegen.“