Die Geburt der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Die Geburt der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Die Geburt unserer seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria wird weltweit am 8. September in der katholischen, orthodoxen und anglikanischen Kirche gefeiert. Der Geburtstag der Mutter Jesu ist sehr wichtig für uns, da sie von Gott, dem Allmächtigen auserwählt wurde, die Mutter unseres Erlösers zu werden, der vorgesehen hat, dass sie ohne Erbsünde empfangen wurde. Wir lesen im Buch der Hebräer: „Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt: … einen Leib hast du mir geschaffen“ (Hebr. 10, 5).

Normalerweise planen wir die Geburtstagsfeiern unserer Lieben, indem wir ein Datum festlegen, planen, einige Geschenke einzukaufen, im Internet nach einem speziellen Geschenk zu suchen und die Bestellung schon einige Zeit vorher zu machen, damit wir diese unseren Lieben am Geburtstag überreichen können. Im Hinblick auf das Fest der Geburt unserer lieben Mutter lädt die Kirche zu einer speziellen
Novene, beginnend ab dem 30. August, ein. Wir sind privilegiert, diese Novene zusammen mit der Weltkirche zu beten.

In diesem Zusammenhang bin ich sehr froh, mit allen das Gebet zu teilen, das unsere Mutter am meisten liebt. Es ist einfach das Gebet: „Gegrüßet seist du Maria,
voll der Gnade, der Herr ist mit dir.“ Gott hat den Erzengel Gabriel zu Maria nach Nazareth mit einer Botschaft gesandt. Was der Engel ihr sagte, ist genau das, was der Himmlische Vater dem Engel aufgetragen hatte Maria zu verkünden (Lk 1, 26 – 28). Der Engel war nur ein Botschafter der das umsetzte, was ihm vom Himmlischen Vater aufgetragen wurde. Wenn wir also beten: „Gegrüßet seist du Maria“, sprechen wir unsere Mutter also mit den Worten unseres Himmlischen Vaters an. Ich bin sicher, dass unser Himmlischer Vater sehr froh ist, wenn wir seine Worte ehrfürchtig wiederholen.

Als Maria Elisabeth besuchte, sagte Elisabeth, erfüllt vom Heiligen Geist: „Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes“ (Lk 1, 41 – 42). Diese Worte aus ihrem Mund waren definitiv beeinflußt, motiviert und inspiriert durch den Heiligen Geist. Zweifellos ist der Heilige Geist glücklich, wenn wir diese Worte wiederholt ehrfürchtig aufsagen.

In der zweiten Hälfte des Gebets „Heilige Maria“ sprechen wir sie direkt als Mutter Gottes an, was wiederum von Elisabeth, erfüllt vom Heiligen Geist, ausgesprochen wurde (Lk 1, 43). Viele Exorzisten, darunter der Hauptexorzist des Vatikans, P. Gabriel Amorth (möge seine Seele in Frieden ruhen), stimmten mit der Mutter Gottes überein, dass das Rosenkranzgebet ine mächtige Waffe gegen unseren Feind, den Satan, ist. Aus ihrer Erfahrung im Dienst berichten sie, dass jedes „Gegrüßet seist du Maria“ ein tödlicher Schlag gegen Satan ist, wie ein Nagel, den man auf den Kopf trifft.

Eines Tages bat ein Benediktinerbruder seinen Rektor um Erlaubnis, ein bißchen später zum Abendessen kommen zu dürfen. Dieser Bruder hatte die Angewohnheit, jeden Tag vor dem Abendessen den ganzen Rosenkranz zu beten – die freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Geheimnisse (zu dieser Zeit gab es noch nicht die lichtreichen Geheimnisse). Da erihn an diesem Tag noch nicht beendet hatte, ging er in sein Zimmer. Als er nach einiger Zeit noch nicht zurückgekehrt war, bat der Rektor einen anderen Seminaristen, ihn zu holen. Als dieser zu dem Zimmer seines Mitbruders ging, fand er es verschlossen vor und er konnte von nen eine melodiöse Stimme hören. Er blickte durchs Schlüsselloch. Er sah den Bruder, wie ervor einer Muttergottesstatue kniete, sie anblickte und dabei ehrfürchtig den Rosenkranz betete. Jedes Ave Maria verwandelte sich in eine wunderschöne Rose und wurde der Krone der Muttergottes hinzugefügt. Fasziniert von diesem Anblick stand er da und schaute zu. Als auch der zweite Bruder nicht wiederkam, ging der Rektor selbst zu dem Zimmer und wurde ebenfalls Augenzeuge dieses Ereignisses.

Vor Kurzem, als ich zusammen mit P. James Mariakumar in Fatima Exerzitien hielt, hielten wir uns in der Kapelle des Konvents auf, wo wir am 14. August, dem Vorabend des Festes Mariä Himmelfahrt, wohnten. In dieser Nacht endete unsere 33tägige Novene als Vorbereitung auf die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens. Mit der Freude im Herzen darüber, dass wir am nächsten Tag die Weihe ablegen würden, der der Festtag Unserer Mutter ist, verspürte ich,während wir eine Zeit lang in der Kapelle verweilten, ganz starken Rosenduft. Als ich dieses Erlebnis mit einer Freundin teilte, fragte sie mich: „War es nicht Lilienduft?“ Ja, normalerweise nehmen die Menschen Lilienduft wahr, ich jedoch bemerkte, dass mir Unsere Mutter den Rosenduft schenkte, da ich in meinem Vortrag über Maria oder über den Rosenkranz vom Erlebnis dieses Benediktinerbruders erzähle.

Liebe Freunde, laßt uns also ehrfürchtig beten “Gegrüßet seist du Maria” und ihrer Krone
Rosen hinzufügen. Besonders in diesen Tagen der Novene lasst uns den ganzen Rosenkranz beten oder wenigstens einige Ave Marias in der Intention: “Liebe Mutter, ich möchte dir an deinem Geburtstag eine wunderschönen Rosenstrauß überreichen.” Lasst uns das Gebet, das ihrem Herzen so kostbar ist, mit viel Liebe und Hingabe beten. Und wir können diesen Strauß am 8. September in die Kirche mitnehmen, wenn wir ihren Geburtstag feiern und ihn ihr freudig überreichen, während wir an der Eucharistiefeier oder einer Prozession teilnehmen.

Möge Unsere Liebe Mutter uns alle – die ganze Welt – mit ihrem Mantel bedecken und uns immer näher zu ihrem lieben Sohn, unserem Erlöser und Herrn Jesus Christus führen.

Mary Pereira