Christ’s eternal glory

Durch Eingebung des Heiligen Geistes schreibt der Hl. Paulus über die Souveränität Christi: “Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung…Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche.” (Kol 1, 15,18). Gottes Plan, sein göttliches Leben mit uns zu teilen, verwirklicht sich in dem Haupt des menschlichen Geschlechtes, nämlich in Jesus Christus. Indem wir seinen Eintritt in den Himmel feiern, geben wir unserer christlichen Hoffnung Ausdruck, dass wir, die wir hier an seinem göttlichen Leben teilhaben, auch zu jener ewigen Herrlichkeit erhoben werden, wohin unser Haupt uns vorausgegangen ist, um für immer in dem Königreich unseres Vaters zu leben. Dies ist Gottes Plan für die Menschheit.

Himmelfahrt Christi – Rembrandt v. Rijn (WGoA)

Die Auferstehung Christi zeigt, dass unser Leben mit Tod und Grab nicht enden kann; und die Himmelsfahrt Christi zeigt, dass unsere ewige Bestimmung bei unserem himmlischen Vater ist. Jesus war Vorbild für die ganze Menschheit, denn er kam in diese Welt, um uns Gottes unendliche Liebe zu lehren und gab uns ein Beispiel an Heiligkeit, Wahrhaftigkeit und allem, was gut ist. Als Haupt des menschlichen Geschlechtes lebte er das Leben in seiner Fülle, indem er sich entäußerte aus Liebe zu Gott und Mensch. Durch seinen Tod am Kreuz für die Sünden der Menschheit, versöhnte er die in Sünde gefallene Menschheit mit Gott dem Vater, der ihn von den Toten auferweckte durch die Kraft des Heiligen Geistes (Röm 8,11). Der auferstandene Retter stieg in den Himmel auf, und “während die Jünger unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.” (Apg 1, 10,11). Jesus hatte seinen Jüngern gesagt: “Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. “ (Joh 14, 2,3).

In dieser Weise ist die Bestimmung der Menschheit durch die Himmelfahrt unseres Herrn geoffenbart. Christentum ist eine Lebensweise, eine Religion der Hoffnung und der persönlichen Erfüllung. Der Mensch wird nur dadurch “vollständig lebendig”, wenn er mit Gott vereinigt ist, jedoch ohne seine Persönlichkeit zu verlieren. Die Dynamik des menschlichen Lebens beginnt, wenn das Leben im Schoß der Mutter empfangen ist und wächst zu einem vollständigen menschlichen Wesen im Leib der Mutter.

Von der Geburt an verwirklicht sich das menschliche Potential und wird gelebt. In Jesus verwirklicht sich das Ideal des “Lebens in Fülle”, das ihn zum Vater führt. Wann immer jemand Nein zu einem sündigen oder selbstsüchtigen Leben oder zu einem Leben der Lüge sagt, wann immer jemand sein Leben nach der Bergpredigt (Mat 5,6,7) ausrichtet, wählt er die Auferstehung in seinem täglichen Leben und bekommt bereits hier auf der Erde einen Vorgeschmack seines ewigen Lebens mit Gott. Das auferstandene Leben Christi erfüllt ihn. Der Tod ist nur eine Pforte, durch die er sein Ziel erreicht. Gott wird ihn erheben und ihm einen Anteil seines Lebens in Herrlichkeit geben. Daher betrifft die Himmelfahrt nicht allein Christus sondern jeden praktizierenden Christen. Wir müssen jedoch in dieser Hoffnung leben und Gott durch unser Leben Ehre erweisen, indem wir seinen in Christus offenbarten Plan für uns erfüllen. “Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.” (Joh 11, 25, 26).

Lasst uns beten: Gott, unser Vater, mach uns froh durch die Himmelfahrt deines Sohnes Jesus Christus. Mögen wir ihm in die neue Schöpfung folgen, denn seine Himmelfahrt ist uns Ehre und Hoffnung. (Sonntagsmessbuch)

P. J. Mariakumar und Mary Pereira