From distress to peace

Neulich teilte einer meiner Freunde  seine Unruhe über seine berufliche Situation mit. Er erzählte seiner Mutter: „Mama, sei nicht überrascht, wenn ich nächste Woche meinen Job verliere.“ Er arbeitet in einem Privatunternehmen als Softwareingenieur und teilt die missliche Lage mancher junger Leute. Kummer, Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit kennzeichnen unsere gegenwärtige Zeit.

Wir sehen viele Menschen um uns her, (manchmal sogar auch uns selbst) solche Erfahrungen durchzumachen. Vor kurzem erst haben wir Weihnachten gefeiert, das Kommen unseres Herrn in Menschengestalt; die eigentliche Botschaft bei der Verkündigung seiner Geburt war: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade. (Lk. 2, 14). Jesus sagte: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben”(Joh. 10,10). Gegen Ende Seines öffentlichen Wirkens sagte Er zu seinen Jüngern: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch“ (Joh. 14,27).

Christus als Retter – El Greco (WGoA)

Hat Jesus ein leeres Versprechen gegeben? Nein, ‚Seine Versprechen sind glaubwürdig‘ (2 Kor. 1,20) ‚Gottes Wort wird nicht leer zu Ihm zurückkehren‘ (vgl. Jes. 55,10-11). Warum sind wir dann nicht fähig, den Frieden erfahren, den Er uns versprochen hat? Unser Gott hat uns in eine schöne, auf ewig vereinbarte Beziehung mit Ihm gehoben.

Durch  Baruch  sprach der Herr zu Seinem Volk: „Wärest du auf Gottes Weg gegangen, du wohntest in Frieden für immer” (Bar. 3,13;  ebenso Jes.  48,18;  Ps.85,8).  Die Frucht der Gerechtigkeit wird der Friede sein (Jes. 32,17). Die ihren Weg geradeaus gehen, gelangen zum Frieden (Jes. 57,2) . Den Weg des Friedens kennen sie nicht, auf ihren Spuren gibt es kein Recht (Jes. 59,8). Werde Gottes Freund und halte Frieden! Nur dadurch kommt das Gute dir zu (Hiob 22,21).

Wie kommt es, dass das Leben des modernen Menschen so friedlos ist? Möglicherweise haben wir alles in der Welt zu unserem Vergnügen, aber in der Tiefe unseres Herzens erfahren wir Öde, Leere! Jedes noch so kleine Problem raubt uns Frieden und Freude. Das kommt daher, weil wir in unserem Leben keinen Platz für Gott und Sein Wort haben; kein Vertrauen zu Gott, in dessen liebenden Händen unser Leben geborgen ist. Wir erklären, dass wir an Gott glauben, aber wir möchten nicht, dass Gott unser Leben lenkt. Wir möchten nicht auf Seinen Wegen gehen. Wie wir im Buch Hiob lesen, „doch sagten sie zu Gott: ‚Weiche von uns! Deine Wege wollen wir nicht kennen“ (21,4).

Der Heilige Geist sagt uns durch den Hl. Paulus: „Gewiss, wir alle haben Erkenntnis. Doch die Erkenntnis macht aufgeblasen” (1 Kor. 8,1). Heutzutage erstaunt uns, welch riesiges Wissen sogar schon Kinder haben! Aber wir vergessen dabei ‚die Quelle aller Weisheit und Erkenntnis‘ (Kol. 2,3), nämlich Gott, wir neigen dazu ‚von uns selbst eine hohe Meinung‘ zu haben und unabhängig von Ihm zu leben. Gottes Wort berichtet uns, dass wir vielleicht durch die finstere Schlucht wandern müssen (Ps. 23,4), durch Unsicherheiten des Lebens; dass wir evtl. durch Wasser und Feuer gehen (Jes. 43), durch leidvolle Situationen; dass wir Ablehnung, Spott und Verfolgung leiden  (Mk. 10,39); und dennoch sagt Er uns Seinen Frieden zu! Ist das ein Paradoxon? Nein, wenn wir nur unser Leben in Seine Hände legen, in Ehrfurcht vor Ihm leben und auf Seinen Wegen gehen, wird Er an uns Gefallen finden und mit Seinem Frieden segnen, selbst wenn wir durch die Verunsicherungen und verschiedenen Umbrüche des Lebens gehen. „Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren. (Phil. 4,6-7)

Der Hl. Geist sagt uns durch den Propheten Sacharja: „ Kehrt in Scharen zurück, ihr Gefangenen voll Hoffnung! Ja, heute verkünde ich: Die doppelte Zahl führe ich zu dir zurück. (Sach. 9,12). Wir haben Glaube und Hoffnung, aber nur dem Wort nach. Wir sind Gefangene der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Jesus ist gekommen, um uns aus aller Gefangenschaft zu entlassen (vgl. Lk 4,18). Haben wir doch den lebendigen Glauben an Jesus, der neue Türen öffnen kann, wenn wir bemerken, dass sich vor uns die Türen zu schließen beginnen. Er ist allmächtig und ganz Liebe. Alles, was wir tun müssen, ist‚ dem Herrn unseren Weg zu befehlen und Ihm zu vertrauen‘ und  ‚Er wird es fügen‘ (Ps. 37,5).

Mary Pereira