SAINT PETER – THE ROCK

Jesus fragte seine Jünger: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ Und sie sagten: „Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.“ Dann wollte Jesus wissen was sie meinten und er fragte sie: „Ihr aber, für wen haltet IHR mich?“ Simon Petrus antwortete: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Das war eine wahre Offenbarung die Petrus vom Vater im Himmel bekommen hatte. Erinnern wir uns an das was am See von Gennesaret geschah, wo die Leute sich versammelt hatten um das Wort Gottes zu hören. Jesus stieg in das Boot des Simon um zu den Leuten zu

Heiliger Petrus – Peter Paul Rubens

predigen. Wie symbolisch, dass der Herr sich das Boot des Simon und nicht das eines anderen aussuchte, um darin zu sitzen und Seine Wahrheit zu verkündigen! Der Plan Gottes entfaltete sich allmählich. „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein“ (Mt 16. 18,19). Es ist zutreffend zu sagen: ‚Wo Petrus ist, da ist die Kirche.’

Wenn wir das Wort Gottes leben, wird Gott uns seine Geheimnisse offenbaren. Am See Gennesaret arbeitete Petrus die ganze Nacht um Fische zu fangen aber er fing nichts. Aber als Jesus ihn bat ‚die Netze in der Tiefe auszuwerfen’ war er gehorsam. Obwohl er ein fähiger Fischer war, stritt er nicht mit Jesus. Danach verpflichtete er sich der Mission ‚Menschen zu fangen’; PETRUS VERLIESS ALLES und folgte Jesus nach (vgl Lk 5.1-11). Es war ein Ausdruck seines vollkommenen Gehorsams gegenüber dem Wort Gottes und seine sofortige Antwort auf seinen Ruf; das hat den Himmlischen Vater dazu veranlasst, Petrus die große Offenbarung über Jesus zu geben! Für Jesus waren der unerschütterliche Glauben und die aufrichtige Treue des Petrus wie ein Fels. Auch wir sind dazu berufen, einen solchen Glauben und treue Hingabe an den Herrn zu leben. Der Katechismus der Katholischen Kirche lehrt, dass der ‚Glaube die Antwort des Menschen an Gott ist, der sich dem Menschen offenbart und schenkt’ (KKK 26, 166). „Durch das Wort des Heiles wird der Glaube,…im Herzen der Gläubigen genährt. Die Verkündigung des Wortes Gottes beschränkt sich nicht auf bloßes Unterweisen, sondern ruft nach der gläubigen Antwort als Zustimmung und Verpflichtung“ (KKK 1102). Petrus war ein Vorbild dieses Glaubens für die Herde Christi.

Vom Beginn der Kirche war Petrus der Apostel der die ‚’Hausgenossen Gottes’ (Eph 2. 19), die Kirche führte. Am Pfingsttag stand Petrus auf und verkündigte der Menge kühn: „Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem!…Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, den Gott vor euch beglaubigt hat durch machtvolle Taten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst – ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht. Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde…Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herr und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt“ (vgl. Apg 2, 14-36).

„Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten“ (Apg 2, 47). Wegen der schwachen menschlichen Natur gab es manchmal Zwist, Verwirrung und Auseinandersetzungen unter den Gläubigen; Petrus hat den Rat wo sie über diese Sachen redeten geführt . Als er den Gläubigen vom Rat von Jerusalem einen Brief schrieb, schrieb er: „der Heilige Geist und wir haben beschlossen…“(Apg 15, 28). Ja, der Heilige Geist Gottes ist es der letztendlich die Kirche durch schwache menschliche Werkzeuge führt. Der Heilige Paulus drückt es so aus: „Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott. Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott. Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig“ (2 Kor 3, 4-6).

Der Herr hat Petrus dazu benutzt um den Heiden (Kornelius und andere, Apg. 10) die Gute Nachricht zu bringen.

Mehrere Häresien und falsche Lehren sind wegen der menschlichen Schwäche der Rebellion, Ausschweifung, Streit, Unstimmigkeiten und Spaltungen in die Kirche gekommen, aber der Stuhl des Petrus blieb bestehen. Alle anderen verschwanden mit der Zeit. So viele Mächte der Welt haben versucht die Kirche zu zerstören. Aber die Kirche Christi hat all das überlebt denn sie ist‚ auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst’ (Eph 2,20). ‚Nach seinem ewigen Plan den Gott durch Christus Jesus, unseren Herrn, ausgeführt hat, sollen jetzt die Fürsten und Gewalten des Himmlischen Bereichs durch die Kirche, die auf den Glauben des Petrus gegründet wurde, Kenntnis erhalten von der vielfältigen Weisheit Gottes’ (vgl Eph 3, 10-11).

Mit den Worten des Hl. Hieronymus: ‚ Wir müssen in jener Kirche bleiben die von Jesus auf den Aposteln gegründet wurde“. Die Katholische Kirche von Heute ist eins mit der Kirche der Apostel im Ursprung, in der Lehre und in der Mission. Es gibt keine Unterbrechung in der Linie der Nachfolger des Hl. Petrus, dem der Herr die Mission anvertraute ‚die Schafe zu hegen und zu pflegen’ (vgl. Joh 2, 15-17).

Seit Jahrhunderten spricht Gott zu seiner Kirche durch Petrus und seine Nachfolger. „Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab“ (Lk 10.16).

 

P. JMK u. Mary Pereira